Archiv von: Daniela Haas

SmartGridsBW auf dem Smart Grids-Kongress in Fellbach

Auch in diesem Jahr war SmartGridsbW wieder auf dem großen Branchentreff zur intelligenten Vernetzung mit einem eigenen Stand vertreten. Der Kongress am 3. Dezember 2018 in Fellbach stand unter dem Thema „Smart Data für Smart Grids“ und fokussierte vor allem die Digitalisierung in der Energiewirtschaft.

Der SmartGridsBW-Stand im Foyer der Schwabenlandhalle beim Smart Grids-Kongress am 3. Dezember 2018 in Fellbach.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW Franz Untersteller, der die herausragende Rolle der Digitalisierung für die Zukunft der Energiewirtschaft betonte und gleichzeitig mehr Unterstützung von der Bundesebene in diesem Kontext forderte. Gerade bei dem Ziel, eine nachhaltige und effektive Aufklärung der Öffentlichkeit bei Themen der intelligenten Vernetzung zu erreichen, sieht der Landesminister die Notwendigkeit eines bundesweiten Ansatzes.

Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW, bei der Eröffnung des Smart Grids-Kongresses.

Den Einstieg in die fachliche Diskussion bildeten vier Fachvorträge von Vertretern des BMWi, der MVV Energie, der dena und Microsoft-Deutschland zu aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten des digitalen Wandels des Energiesystems. In einer anschließenden Podiumsdiskussion stellten sich die Experten den Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer, die vor allem die regulatorischen Rahmenbedingungen und die damit verbundene Handlungssicherheit thematisierten.

Podiumsdiskussion mit Moderator Markus Brock (3sat/SWR), Andreas Kuhlmann (dena), Gerlind Heckmann (BMWi), Alexander Britz (Microsoft Deutsschland), Ralf Klöpfer (MVV Energie) und Franz Untersteller (Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW) (von links nach rechts).

Der zweite Themenblock widmete sich am Nachmittag den Themen Big Data und Datensicherheit. Durchbrochen von mehreren Diskussionsrunden mit den Teilnehmern gaben auch hier verschiedene Experten Einblicke in ihre jeweiliges Fachgebiet. Zu Fragen und Herausforderungen im Kontext von Big Data stellten Vertreter der Netze BW und der ABB ihre Einschätzungen und Ergebnisse vor. Zu Anliegen und Knackpunkten beim Thema Datensicherheit lieferten Vertreter von Bitkom, Rhebo und vom KIT interessante Inputs und Diskussionsgrundlagen.

Dr. Martin Konermann (Netze BW) stellte Herausforderungen und mögliche Lösungen vor, wenn Big Data auf systemkritische Infrastruktur trifft.

Im abschließenden dritten Themenblock konzentrierte sich die Veranstaltung auf Baden-Württemberg als Schaufenster-Region. Vertreter verschiedener, innovativer Projekte aus dem Umfeld des intelligenten Wandels des Energiesystems zeigten, welche besonderen Ansätze sie verfolgen und welche Herausforderungen dabei bestehen. Offene Fragen und Anregungen aus dem Teilnehmerkreis wurden auch hier in einer abschließenden Diskussionsrunde besprochen.

Unser Fazit vom  Smart Grids-Kongress: Ein rundum gelungener Tag mit spannenden Inputs und lehrreichen Einblicken. Wir freuen uns schon auf den nächsten Termin in 2019!

Vernetzung und gegenseitiger Austausch stehen beim Smart Grids-Kongress regelmäßig ganz oben auf der Liste.

SmartGridsBW bei den Energiewendetagen auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Unser Verein stellte sich auch in diesem Jahr wieder bei der Zentralveranstaltung der Energiewendetage des Umweltministeriums Baden-Württemberg auf dem Stuttgarter Schlossplatz vor. Am eigenen Stand stellte das Team die Vereinsarbeit sowie die dahinterstehenden Ziele einer breiten Öffentlichkeit vor.

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten zahlreiche Akteure aus dem Umfeld der intelligenten Energiezukunft verschiedene Exponate, Mitmach-Aktionen und informierten über Möglichkeiten und Fortschritte im Kontext des Wandels des Energiesystems. Zwischen 11 und 17 Uhr diskutierten beispielsweise neben Vertretern des Umweltministeriums Baden-Württemberg, die einen Fortschrittsbericht zum Strategiedialog Automobilwirtschaft präsentierten, auch Vertreter des KIT und von Solar Cluster BW mit den zahlreichen Besuchern über offene Fragen der Energiezukunft.

Mit dem Reaktions-Buzzerspiel „Vernetztes Denken“ und dem „Unnützes-Energiewissen-Quiz“ hatten Geschäftsführer Arno Ritzenthaler und das SmartGridsBW-Team, neben umfangreichen informativen Elementen, auch viele Mitmach-Möglichkeiten im Gepäck. So konnten die Besucher beispielsweise ihre Wünsche an die Energiezukunft in Postkarten-Form weitergeben oder Ideen entwickeln, wie wir im Kontext des Intelligenten Energiesystems vom Heute ins Morgen gelangen.

                 

Ein weiteres Highlight war der Besuch von Staatssekretär Dr. Andre Baumann, der alle Stände besichtigte und beim „Vernetzen Denken“ seine Reaktionsgeschwindigkeit unter Beweis stellte. Geschäftsführer Arno Ritzenthaler nutze diese Gelegenheit,  um dem Staatssekretär die druckfrische Erstauflage unserer SGBW-Vereinsbroschüre zu übergeben.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – das Team von SmartGridsBW freut sich schon jetzt auf die Energiewendetage 2019.

 

Smart Grids-Gespräche zum Thema „Speicher: Schlüsseltechnologie zur Flexibilisierung des Energiesystems“

Speicher: Sie scheinen die Schnittstelle der verschiedenen innovativen Ansätze und Ideen für eine intelligente Vernetzung des Energiesystems zu sein. Speichertechnologien also als Schlüssel für die praxistaugliche Umsetzung des intelligenten Wandels?
Die Smart Grids-Gespräche von der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. und dem Zentrum für Solarenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) am 19. Juli 2018 widmeten sich der Beantwortung eben dieser Frage. Unter dem Titel „Speicher: Schlüsseltechnologie zur Flexibilisierung des Energiesystems“ wurde das kontrovers diskutierte Thema unter energiewirtschaftlich und regulatorisch relevanten Gesichtspunkten und aus ersten Praxiserfahrungen heraus beleuchtet. Mehr als 90 Teilnehmer kamen zusammen, um gemeinsam über das hochaktuelle Thema zu diskutieren und sich gegenseitig auszutauschen.
Insgesamt fünf Vorträge ausgewiesener Fachreferenten lieferten unter der Moderation von Dr. Jann Binder (ZSW) ein umfassendes Gesamtbild der Speicher-Thematik und schufen damit das Know-How für eine fundierte Diskussionsgrundlage. Zwischen den einzelnen Sessions und im Nachgang der Veranstaltung nutzen viele die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und eigene Erfahrungswerte zu diskutieren.

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Mario Teichmann von der Deutschen Energie-Agentur mit seinem Vortrag „Chancen und Hürden für einen Einsatz von Flexibilitäten – Ergebnisse der dena-Netzflexstudie“.

Mario Teichmann von der Deutschen Energie-Agentur mit seinem Vortrag „Chancen und Hürden für einen Einsatz von Flexibilitäten – Ergebnisse der dena-Netzflexstudie“.

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Urban Windelen, Geschäftsführer beim BVES Bundesverband Energiespeicher, mit seinem Vortrag "Systemdienstleistungen durch Energiespeicher – Passt der regulatorische Rahmen?".

Urban Windelen, Geschäftsführer beim BVES Bundesverband Energiespeicher, mit seinem Vortrag „Systemdienstleistungen durch Energiespeicher – Passt der regulatorische Rahmen?“.                                                        

Simon Schwarz vom Zentrum für Solarenergie und Wasserstoffforschung: mit seinem Vortrag: "Sektorenkopplung mit Power-to-Gas"

Simon Schwarz vom Zentrum für Solarenergie und Wasserstoffforschung: mit seinem Vortrag „Sektorenkopplung mit Power-to-Gas“.

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Prof. Krzysztof Rudion von der Universität Stuttgart (IEH) mit seinem Vortrag "Projekt NEOS: Netzausbaureduzierung durch Speichereinsatz im Verteilnetz am Beispiel Netzverstärkung Ostalbkreis"

Prof. Krzysztof Rudion von der Universität Stuttgart (IEH) mit seinem Vortrag „Projekt NEOS: Netzausbaureduzierung durch Speichereinsatz im Verteilnetz am Beispiel Netzverstärkung Ostalbkreis“.

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Jan Figgener von der RWTH Aachen mit seinem Vortrag "Markt- und Technologieentwicklung dezentraler Solarstromspeicher"

Jan Figgener von der RWTH Aachen mit seinem Vortrag „Markt- und Technologieentwicklung dezentraler Solarstromspeicher“.

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Vier Blogger und zwei Tesla

Die SmartGridsBW-Bloggertour konnte diesmal mit einem ganz besonderen Highlight aufwarten. Das Ziel der diesjährigen Tour entlang der SmartGrids-Route wäre an sich bereits eine richtige Attraktion gewesen – das neu entstehende Franklin Quartier in Mannheim. Das Team von SmartGridsBW lies seine Gäste allerdings nicht etwa im Zug oder mit einem Bus in die Quadratestadt anreisen. Nein, hier wurde eine viel reizvollere Alternative gewählt, von Stuttgart aus ging es nämlich in zwei Tesla X in Richtung Mannheim.

Weil zu viel Aufregung auf leeren Magen nicht sehr bekömmlich ist, versorgte das SmartGridsBW-Team erst einmal alle Teilnehmer mit prall gefüllten Frühstückstüten.

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Gut gestärkt ging es dann nach Echterdingen, wo die beiden Flitzer für die Spritztour bereit standen. Bevor jedoch die Blogger hinterm Steuer Platz nehmen konnten, gab es eine kurze Einführung von der Elektroauto-Vermietung Stuttgart, die die Autos für unsere Tour bereitgestellt hat.

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Und dann hieß es: Gas geben. Alle Blogger mitsamt Team machten sich auf den Weg zur Zentrale der MVV in Mannheim, wo Innovationsmanager Dr. Robert Thomann das durchdachte Quartiers- und Energiemanagementkonzept des Franklin-Areals präsentierte. Ausgerüstet mit diesen innovativen Ideen starteten die Tour-Teilnehmer in einen Worldcafé-Workshop zum Thema „Quartier der Zukunft“.

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Nach der Theorie folgte die Praxis. Nächster Halt war das Franklin-Quartier, um sich vor Ort ein Bild des neu entstehenden Stadtviertels zu machen. Auch Gespräche mit den ersten Franklin-Bewohnern standen auf dem Programm. Diese haben beispielsweise jederzeit die Möglichkeit, ihren eigenen Energieverbrauch nachzuvollziehen, und ihr Verhalten dementsprechend anzupassen. Eine Ampel zeigt ihnen an, zu welchen Zeitpunkten genügend Energie innerhalb des Quartiers vorhanden ist und somit keine ergänzenden Versorgungsoptionen in Anspruch genommen werden müssen.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp am Supercharger in Bad Rappenau ging es wieder zurück nach Stuttgart. Fazit für das Team von SmartGridsBW: Das Franklin-Quartier ist allemal einen Besuch wert, und im Tesla macht der Weg dorthin mindestens genauso viel Freude. Was unsere Blogger von der Tour erzählen? Einfach hier nachlesen:

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Smart Grids-Gespräche zum Thema E-Mobilität im Rahmen der EVS30

Unter dem Titel “Electric Vehicle Symposium & Exhibition“ erklärte Winfried Kretschmann, Schirmherr der EVS30, Stuttgart vom 9.-11. Oktober zur Welthauptstadt der E-Mobilität. Einen passenderen Kontext hätte es für die Smart Grids-Gespräche am 9. Oktober kaum geben können, standen sie dieses Mal unter dem Titel “Energetische Infrastruktur für E-Mobilität“. Mehr als 80 Teilnehmer kamen zusammen, um gemeinsam über das hochaktuelle Thema zu diskutieren und sich gegenseitig auszutauschen. Den Ausgangspunkt bildeten vier Vorträge, die, verteilt auf zwei Session, den Bereich der E-Mobilität aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und Perspektiven heraus beleuchtete. Zwischen den Sessions und im Nachgang der Veranstaltung nutzen viele die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und eigene Erfahrungswerte zu erörtern. Hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung:

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Barry Sole bei seinem Vortrag „Perspektiven der OEM für Smart Charging und die Vehicle-Grid Integration“.

 

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Prof. Dr. Werner Tillmetz bei seinem Vortrag "Lithium-Technologies for Automotive Applications".

Prof. Dr. Werner Tillmetz bei seinem Vortrag „Lithium-Technologies for Automotive Applications“.

 

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Kai Weber bei seinem Vortrag "Vernetzte Ladelösungen für komfortable, umwelt- und netzfreundliche Mobilität".

Kai Weber bei seinem Vortrag „Vernetzte Ladelösungen für komfortable, umwelt- und netzfreundliche Mobilität“.

 

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Dr.-Ing. Selma Lossau bei ihrem Vortrag "Wie werden die Netze fit für die Elektromobilität?".

Dr.-Ing. Selma Lossau bei ihrem Vortrag „Wie werden die Netze fit für die Elektromobilität?“.

 

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Thüringens Energiewende wird sektorenübergreifend – Theen e.V. setzt sich mit den digitalen Herausforderungen auseinander

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Vereine, die sich für die Energiewende engagieren, unterstützen sich auch gegenseitig: So möchte SmartGridsBW eine besonders attraktive Veranstaltung des Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e.V. (Theen) vorstellen.

Theen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende in Thüringen und aus Thüringen heraus aktiv zu gestalten. Über die sektorenübergreifende Bündelung von Kompetenzen und Know-How der unterschiedlichen Theen-Mitglieder soll Thüringen zu einem Leuchtturm der integrierten, systemischen Energiewende werden.

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Den Herausforderungen aber auch Potentialen der Digitalisierung im Kontext des Wandels des Energiesystems widmet Theen ein eigenes Fachforum am 7. September in Erfurt. Themen wie digitale Wertschöpfungsketten, IT-Sicherheit und neue Geschäftsmodelle werden dort branchenübergreifend von Experten aus Industrie, Forschung und Energieversorgung diskutiert. Der Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie die Möglichkeit, neue Kontakte oder Partnerschaften zu knüpfen, stehen dabei im Fokus. Zum gesamten Programm geht’s hier.

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Unter dem Leitspruch “Thüringer Energiewendekompetenz für die Welt“ sollen die innovativen Ideen und Ansätze des Netzwerks national und international Akzente setzen und so Fortschritte vorantreiben. Theen versteht die Energiewende auch als eine Frage der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Die Bereitschaft, sich für einen grundlegenden Wandel unseres Energiesystems zu öffnen, aus dieser Perspektive heraus zu betrachten, dürfte manche Veränderung weniger einschneidend erscheinen lassen.

Das Partizipationsteam bei den Urban Energy Talks 2017

Die Eventlocation „Das Büro“ in Stuttgart verwandelte sich am 29. Juni zum Hotspot für all diejenigen, denen die Zukunft der Energieversorgung im urbanen Raum am Herzen liegt. Anlässlich der „Urban Energy Talks 2017“ trafen sich hier Experten, Wissenschaftler, Unternehmen und Interessierte allen Couleurs, um gemeinsam die künftigen Herausforderungen für den städtischen Raum zu diskutieren. Auch das Partizipationsteam von SmartGridsBW war am Start, und mit dabei die Mission, vom Event live in die Welt zu twittern.

Bild Melanie ich

 

Ein Konsens, der relativ rasch hervortrat, und auch in der Keynote von Dr. Chirine Etezadzadeh eine wesentliche Rolle spielte, bezog sich auf die Rolle der Bürger in allen künftigen Entwicklungen. Einbindung und Partizipation wurden bei den Urban Energy Talks als wesentliche Voraussetzung dafür erkannt, dass innovative Lösungsansätze und Ideen überhaupt Fuß fassen können.

Tweet InputBloßes Dasitzen und Berieseln-lassen war auch für die anderen Teilnehmer keine Option. Verteilt auf sechs Diskussionsrunden wurde zu unterschiedlichen Aspekten der urbanen Energiewende gemeinsam erörtert, diskutiert und getüftelt.

Chris supi

Zum Abschluss machten sich die jeweiligen Diskussionsleiter daran, die Ergebnisse und Tendenzen zu ihrem Thema dem Plenum zu präsentieren. Bald aber zeigte sich, dass der Diskussionsbedarf der Teilnehmer bei Weitem noch nicht gedeckt war. So ging es nach dem offiziellen Ende der Urban Energy Talks bei Butterbrezel und Teriyaki -Spießen noch lange darum, wie wir gemeinsam den urbanen Raum gestalten möchten und können.

Tweet VisionTweet Versorgungssicherheit